Besuchen Sie unser Kohlenmeilerfest!

Mittwoch, 16. Mai, 20 Uhr

Entzünden des Meilers - Eröffnung der Köhlerwoche mit der

„Jägerkapelle Erfweiler“

ab 21 Uhr Disco Team Codex


Donnerstag, 17. Mai

ab 12 Uhr Spanferkelrollbraten

ab 14 Uhr„Die Fidelen“


Freitag, 18. Mai

ab 19 Uhr Spareribbs

ab 20 Uhr  „Long Road“, Country u. Western


Samstag, 19. Mai 

ab 12 Uhr  Wildschwein vom Spieß

ab 13 Uhr  Kunstschmieden am Meiler

ab 20 Uhr „Indian Summer“


Sonntag, 20. Mai 

10 Uhr Evangelischer Gottesdienst

12 Uhr „Köhlerknorze“ vom Grill

ab 14 Uhr„Harmonie-Sainte-Cécile“


Montag, 21. Mai 

ab 18 Uhr  zünftiges Schlachtfest

ab 20 Uhr „Les Cors de Vosges du Nord“, Alphornbläser


Dienstag, 22. Mai 

18 Uhr „Bratkartoffelabend“

alle Speisen auch m. Bratkartoffeln aus der Riesenpfanne

19 Uhr Stimmungsmusik mit Sepp


Mittwoch, 23. Mai 

ab 12 Uhr Mittagstisch

ab 14 Uhr Seniorennachmittag

Kaffee u. Kuchen, Musikalische Unterhaltung „Wasgau-Zugvögel“

20 Uhr Gemischter Chor „Liederkranz“ 

und  Kirchenchor Erfweiler


Donnerstag, 24. Mai 

ab 14 Uhr Kindernachmittag

ab 18 Uhr Wildschwein, toskanische Art

ab 20 Uhr: Jagdhornbläser

der Kreisgruppe PS-ZW d. Landesjagdverbandes


Freitag, 25. Mai

ab 18 Uhr „Hähnchenabend“

leckere Hähnchen vom Grill

ab 20 Uhr „RockXn`“, unplugged Rock


Samstag, 26. Mai

ab 06 Uhr Öffnen des Meilers

ab 11 Uhr Holzkohlenverkauf



In Erfweiler findet jedes Jahr in der Zeit von Christi-Himmelfahrt bis Pfingstsamstag eine Köhlerwoche statt.
Hier können sich Besucher über den Aufbau und das Anzünden eines Kohlenmeilers informieren.
Auch kann der Verkohlungsprozess über mehrere Tage hinweg mitverfolgt werden. das Öffnen des Meilers
 und der Verkauf der fertigen Holzkohle bildet den Abschluss der Köhlerwoche.


Foto: Der Kohlenmeiler in heutiger Zeit

Die Herstellung von Holzkohle in Erfweiler geht bis in das 17. Jahrhundert zurück und brachte der Bevölkerung
ein bescheidenes Einkommen. Zum Verkauf wurde die Holzkohle mit Pferdefuhrwerken unter anderem bis nach
Karlsruhe, Speyer, Straßburg und Saarbrücken transportiert. Hauptabnehmer waren Schmiede und Eisenerz-
verarbeitendes Gewerbe, welche auf Holzkohle, die bei Sauerstoffzufuhr ca. 1400 Grad heiß wird,
angewiesen waren.

Denn nur bei diesen hohen Temperaturen war es bis in das 19. Jahrhundert überhaupt möglich, das Eisen aus
dem Erzgestein zu schmelzen und dieses auch im Glutfeuer zu schmieden. Der Verkehrsverein Erfweiler hat es
sich zur Aufgabe gemacht, die Tradition der Herstellung von Holzkohlen zu bewahren und auch zu demonstrieren.


Foto: Julius Memmer (links), Karirschinger



Die Köhler von Erfweiler

Zwischen Bergen Wald und Felsen
liegt unser Dorf an stillem Ort
bunte Wiesen, grüne Auen
findet auch der Wandrer dort

Burgen Felsen und Kapelle
Grüßen stolz von Bergeshöhn
laden ein hier zu verweilen
in dem Tal das wunderschön

Vor Jahren noch nicht allzulange
pflügt man das Land mit Kuh und Pferd
es hat auf seinem kargen Boden
die Menschen hier gar schlecht ernährt

Das Korn stand nicht besonders üppig
der Boden gab nur wenig her
Vieh und Menschen war'n oft hungrig
und hatten's bei der Arbeit schwer

Drum hat man einst das Holz auf Haufen
geschichtet und zu Kohl' gebrannt
um's bei den Schmieden zu verkaufen
im Lautertal und draus' im Land

Auch in der Stadt bei Apotheker
wurde die Kohle oft verwandt
zu Tabletten sie gefertigt
und bei Durchfall angewandt

Mit Säg und Axt in schwerer Arbeit
schlug man das Holz ringsum im Wald
bei Schnee und Eis mitten im Winter
war es auch noch so bitter kalt

Das Holz es wurd schön aufgeschichtet
senkrecht im Stil als Zeltformat
mit Laub und Erde überschüttet
rundum ganz dicht nach Köhler Art

Zehn Tage lang der Meiler schmorte
er ward vom Köhler streng bewacht
die Köhlerliesel hübsch und fleißig
hat ihm das Essen rausgebracht

Kartoffelsupp vermischt mit Rüben
Gemüse auch als Topfgericht
Waldstampes nannten's hier die Köhler
denn Fleisch und Wurst das gab's fast nicht

Kartoffelschnaps ein Schluck zum Frühstück
und trocken Brot vielleicht auch Speck
so lebten draus im Wald die Köhler
weit ab von Straß und Weg

 

E. Bien